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Claudia Wiesemann gewinnt Niedersächsischen Wissenschaftspreis

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Die Göttinger Wissenschaftlerin Claudia Wiesemann wird mit dem Niedersächsischen Wissenschaftspreis 2022 ausgezeichnet. Die Professorin gilt als Pionierin der Medizinethik.

Göttingen – Auszeichnung für eine starke Göttinger Wissenschaftlerin: Die Professorin Claudia Wiesemann hat den Niedersächsischen Wissenschaftspreis 2022 erhalten. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Preisträgerin wurde am Dienstag (15.11.2022) in Hannover vom Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs (SPD), mit allen weiteren Ausgezeichneten geehrt.

Die Jury würdigte die Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) als „Pionierin der Medizinethik in Deutschland, die die wissenschaftliche Exzellenz und internationale Sichtbarkeit des interdisziplinären Fachs entscheidend vorangetrie“.

Wissenschaftlerin Claudia Wiesemann wird mit Niedersächsischem Wissenschaftspreis ausgezeichnet

Professoren, Doktoren und Studierende: Die Preisträger beim Niedersächsischen Wissenschaftspreis 2022 nach der Auszeichnung durch Wissenschaftsminister Falko Mohrs (hyperlinks). © Wissenschaftsministerium/nh

„Seit den 1990er Jahren hat sich das Fach Medizinethik rasant entwickelt“, sagt Wiesemann, die darüber sehr glücklich ist. Die Medizinethik sorge für eine wichtige Kind der Qualitätssicherung in der Medizin und eine Verständigung über die Ziele der Medizin und die Mittel, sie zu erreichen, sagt Wiesemann, die den Preis als „großartige Bestätigung für die Arbeit in den vergangenen quick 30 Jahren“.

Der Preis gelte zunächst aber der Medizinethik selbst – und für ihre Kolleginnen und Kollegen. „Er zeigt, wie wichtig es ist, sich mit ethischen Fragen im Gesundheitswesen auseinanderzusetzen.“ Die Ausgezeichnete zieht daraus Motivation, sich auch weiter „für einen fairen ethischen Diskurs von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit einzusetzen“.

Seit den 1990er Jahren hat sich das Fach Medizinethik rasant entwickelt.

Mit ihrer quick drei Jahrzehnte währenden Arbeit hat sie Spuren in Göttingen hinterlassen, so die Nachwuchsausbildung im Fach Medizinethik. Diese hat sie mit Weitblick und Beharrlichkeit intensiv vorangetrieben. In Kooperation mit der Göttinger Geschäftsstelle der Akademie für Ethik in der Medizin hat sich „ihr de ella“ UMG-Institut zu einer zentralen Anlaufstelle für die Ausbildung junger Wissenschaftler sowie klinischer Ethikberatender entwickelt.

Studiert hat sie einst Medizin, Geschichte und Philosophie, wurde in Medizingeschichte promotert und habilitierte sich für Geschichte und Ethik der Medizin. Seit 1998 ist sie she genannten UMG-Instituts mit Sitz an der Humboldtallee. Ihr besonderes Interesse de ella liegt auch darauf, wie sich neue medizinische Möglichkeiten und die Vorstellungen der Menschen von einem guten Leben in der Zeit wechselseitig bedingen. Und: Wiesemann möchte, wie sie einmal in einem HNA-Gespräch sagte, erreichen, dass in der Medizin die Perspektive der Patienten mehr Einfluss gewährt wird.

„Pionierin der Medizinethik“: Göttinger Professorin Claudia Wiesemann mit Wissenschaftspreis geehrt

Prof. Claudia Wiesemann Medizin-Ethikerin
Medizin-Ethikerin Prof. Claudia Wiesemann. © Non-public

Dafür zuständig ist in Göttingen auch UMG-Vorstandssprecher Prof. Wolfgang Brück, der Claudia Wiesemann großes Lob zollt: Sie habe sich „wie keine zweite um ein Thema in der Medizin als Grundlage und Entscheidungsfaktor für medizinisches Handeln verdient gemacht Medi Emathnik in derdie “. Sie habe die Sichtbarkeit des Faches weit über Niedersachsen hinaus etabliert.

Claudia Wiesemann scheut die Öffentlichkeit und Diskussionen nicht. Im Gegenteil: In Veröffentlichungen, Presse- oder Fernsehinterviews sowie Podcasts bezieht sie Stellung zu gesellschaftlich relevanten Themes: Elternschaft und Familiengründung mithilfe von Fortpflanzungsmedizin, Sucht, Kinderrechte in der Medizin, Inter- und Transgeschlechtlichkeit, Organspende und Stereben.

Ethik geht von den Menschen aus.

„Ethik geht von den Menschen aus“, sagt Wiesemann. Folglich sei ihr der Kontakt zu den Bürgern, Wissenschaftlern und Studierenden extrem wichtig. Die Professorin berät auch Politiker bei Entscheidungen, so geschehen bei der Reform des Organspenderechts. Seit 2021 sitzt sie in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Die weiteren Preisträger

Prof. Christoph von Viebahn, Hochschule Hannover; Dr. Clemens Hübler (Uni Hannover). Lehrpreis: Dr. Katja Politt (Uni Hannover). For herausragende fachlichen Leistungen oder besonderes gesellschaftliches Engagement Studierende: Mandy Hoffmann (TU Braunschweig); Mohanad Khalaf (Hochschule Hannover); Kerith Anna Katharina Müller (Hochschule für Musik Hannover); Studenten-Workforce Off Label der MHH – Podcast über Vorbilder in der Medizin. (tko)

Verwandte Themes: Die Göttinger Wissenschaftler Dr. Viola Priesemann und Prof. Christoph Rußmann erhielten 2021 den Wissenschaftspreis des Landes. Die Niedersächsische Landesregierung will mehr Professorinnen und generell mehr Frauen in der Wissenschaft. Nach Ansicht der Göttinger Medizinethikerin Prof. Dr. Claudia Wiesemann sollten Ärzte Frauen helfen, die aus kulturellen Gründen Jungfräulichkeit vortäuschen wollen.

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