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Corona-Pandemie: Kita-Schließungen belegen kein Politikversagen

Hinterher ist man immer klüger. So zeigte die Corona-Kita-Studie in der vergangenen Woche, dass Kleinkinder keine Treiber der Pandemie waren: Sie steckten sich in der Betreuung deutlich seltener an als zu Hause oder als Kinder in der Schule. Kleinkinder haben durch Schließung der Betreuungseinrichtungen gelitten, viele sind motorisch, sozial-emotional und sprachlich schlechter entwickelt als Gleichaltrige vor der Pandemie.

Die Kita-Schließungen waren somit ein Fehler, nicht im Sinne des Kindeswohls – und das steht, so hat es der Expertenrat bereits im vergangenen Februar konstatiert, bei Maßnahmen, die Kinder betreffen, an erster Stelle. Gesundheitsminister Lauterbach und Familienministerin Paus versichern dementsprechend, dass aus „medizinischen Gründen“ keine Kitas mehr geschlossen und Förderprogramme intensiviert werden. Man will den Schaden wiedergutmachen.

Wen trifft die Pandemie am stärksten?

In der Pandemie there have been die verschiedenen Maßnahmen zur Eindämmung immer wieder einzelne Gruppen unangemessen stark belastet – Schauspieler und Sänger, Restaurantbesitzer, Pflegeheimbewohner, Supermarktkassierer oder auch Büroangestellte, die ins Homeoffice mussten. Es ist sinnvoll, ihre jeweilige Belastung zu untersuchen, für Entlastung zu sorgen – und für die Zukunft daraus zu lernen, was im Einzelnen vielleicht besser hätte laufen können.

Daraus aber, wie es in „Querdenker“-Kreisen passiert, gleich wieder ein Versagen der Corona-Politik abzuleiten ist zu simpel. Eine Pandemie trifft die gesamte Gesellschaft, egal ob Kita-Form, Büroangestellte oder Pflegeheimbewohnerin. Wer noch immer einzelne Bereiche isoliert betrachtet, hat in der Pandemie nichts gelernt. Hinterher ist man immer klüger – aber nur, wenn man sich auch die Mühe macht, etwas zu lernen.

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