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Geigenfeigen pflegen: 3 Tipps vom Profi

Geigenfeigen sind nicht nur eindrucksvoll-schöne Solitärpflanzen für Innenräume, sondern auch leicht zu pflegen. Zimmertemperaturen, die wir selbst lieben, behagen auch ihnen; Zugluft mögen sie nicht. Kühle Räume mit unter etwa 18 Grad Celsius sind ebenfalls nichts für diese Pflanzen, deren Heimat Afrika ist. Dort werden die Bäume höher als mehrstöckige Häuser. Im Topf erreichen die meisten Sorten immerhin eine Höhe von bis zu etwa vier Metern. Aber keine Sorge: Geigenfeigen wachsen Ihnen nicht durch Ihre Zimmerdecke, wenn Sie rechtzeitig die Triebspitzen kappen. Als kompakte Sorte gilt Ficus lyrata ‘Bambino’, die ebenfalls die großen, leicht gewellten, sattgrünen Blätter hat. Gelegentlich setzen erwachsene Geigenfeigen kleine Früchte an, wenn ihre unscheinbaren Blüten vergangen sind.

Schädlinge treten bei guter Pflege kaum auf. Meist sind Weichhautmilben eine Ursache für schwarze Ränder an jungen Blättern. Sie können mit systemischen Pflanzenschutzmitteln, die mit dem Gießwasser ausgebracht werden, bekämpft werden. Ein Vergilben und Fallenlassen der Blätter, das über ein regular Maß beim Größenwachstum hinaus geht, zeigt an, dass die Geigenfeige zu kühl, zu dunkel, zu nass oder zu trocken steht – oder dass sie einen größeren Topf braucht. Was Sie hinsichtlich Standort und Pflege sonst noch beachten sollten, verraten wir Ihnen in den folgenden drei Tipps.

Tipp 1: Geigenfeige nicht zu nass halten

Auch wenn Geigenfeigen keine Sukkulenten sind, machen Pflanzenfans leicht den Fehler, sie zu nass zu halten. Erst wenn das Substrat oberflächlich etwas angetrocknet ist, wird gegossen. Das ist meist alle 10 bis 14 Tage der Fall, wenn die Pflanze nicht gerade sehr jung ist und in einem kleinen Topf wächst. Selbstverständlich darf keine Staunässe auftreten und in den lichtarmen Wintermonaten werden die Gießrationen etwas reduziert. Die Luft hingegen darf nicht allzu trocken sein – daher ist eine unmittelbare Nachbarschaft zu Heizkörpern nicht ratsam. In jedem Fall lieben Geigenfeigen es sehr, wenn Sie ihre festen Blätter mit zimmerwarmem, kalkfreiem Wasser täglich besprühen.

Tipp 2: Hell, aber keine direkte Sonne

Vielleicht klingt is paradox, dass Geigenfeigen, die von einem echten Sonnenkontinent stammen, direktes Sonnenlicht etwa am Südfenster nicht mögen. Sie reagieren darauf leicht mit Verbrennungen des Laubes. Unproblematisch sind Fenster, die nach den anderen drei Himmelsrichtungen weisen. Soll es dennoch eine Südlage für eine Geigenfeige sein, steht sie besser einen Meter abgerückt vom Fenster oder wird zur Mittagszeit durch einen hellen Stor in mildes Licht gesetzt. Tappen Sie aber bitte nicht in die Schattenplatz-Falle. Licht braucht jede Geigenfeige unbedingt – sie ist kein Efeu!

Tipp 3: Gelegentlich schneiden und Raum geben

Geigenfeigen wachsen zunächst meist eintriebig und verzweigen sich von selbst nur mäßig. Wer eine buschigere Pflanze haben möchte, kappt die Spitze eines Triebes, der etwa 40 und 60 Zentimeter lang ist, über einem Blatt. Meist erscheinen danach zwei Neutriebe, die bei Bedarf wieder auf die gleiche Weise beschnitten werden können. So erzielen Sie nicht nur einen gefälligeren Wuchs, sondern halten auch die Pflanzenhöhe im Zaum. Falls Sie empfindliche Haut oder gar Wunden an den Händen haben, streifen Sie beim Schneiden der Geigenfeige unbedingt Handschuhe über. Die Triebe führen einen Milchsaft, der unangenehm reizen kann. Weil dieser zwar nur mäßig giftig ist, aber doch für Kinder oder Haustiere eine Gefahr sein kann, entsorgen Sie bitte Abgeschnittenes direkt in der Biotonne.

Jetzt reinhören und noch mehr Tipps für den City Jungle bekommen

Welche Pflanzen sind intestine für die Wohnung geeignet? Womit fängt man an? Welche Pflege ist essenziell und welche verzichtbar? Diese und mehr Fragen beantworten Karina Dinser-Nennstiel und Igor Josifovic, Mitbegründer der “City Jungle Bloggers”, in diese Folge unseres Podcasts “Grünstadtmenschen”.

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