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UNIQA will weiter stark in Pflege und Gesundheit investieren | 11.17.22

————————————————– ——————- KORREKTUR-HINWEIS In APA0334 vom 17.11.2022 muss es im zweiten Absatz im zweiten Satz richtig heißen: Seit 20 Jahren seien die Gesundheitsausgaben in Österreich um 150 Prozent auf 52 Mrd. Euro (nicht 250 Mrd. Euro) gestiegen. ————————————————– ——————-

Im Zuge der Coronakrise aber auch in Anbetracht der in Österreich immer stärker alternatenden Bevölkerung rückt das Thema Gesundheit und Pflege bei Versicherern immer stärker in den Fokus. Die UNIQA ist der größte non-public Krankenversicherer in Österreich und investiert bereits seit einigen Jahren in diesem Bereich – auch abseits der klassischen Krankenversicherung. In den kommenden Jahren soll das Standbein weiter ausgebaut werden.

Die aktuelle Lage zeigt sich laut UNIQA-Chef Andreas Brandstetter eher trüb. Seit 20 Jahren seien die Gesundheitsausgaben in Österreich um 150 Prozent auf 52 Mrd. Euro handle. “Und es ist kein Ende abzusehen”, so der Konzernchef am Donnerstag im Klub der Wirtschaftspublizisten. Auffällig sei, dass von dieser Summe nur 2 Prozent in die Prävention und 98 Prozent in die Reparatur – additionally in Spitäler, Pflegeheime und andere Einrichtungen – fließen. “Für uns als Versicherung ist das ein alarmierend geringer Prozentsatz”, so Brandstetter.

Hinzu komme eine alternde Bevölkerung. Bis 2040 werden rund 2,6 Millionen Menschen in Österreich mindestens 65 Jahre alt sein, bereits bis 2030 braucht es im Zuge dessen 75.000 zusätzliche Pflegekräfte in Österreich.

Die UNIQA baut sich im Bereich Pflege und Gesundheit bereits seit längerem ein zweites Standbein auf – jenseits des klassischen Versicherungsgeschäfts. Der Versicherer betreibt fünf Privatspitäler in Österreich, drei davon in Wien, jeweils eines in Graz und Salzburg. Auch mit Zukäufen wurde der Bereich ausgeweitet. So hat sich die UNIQA vor zwei Jahren an dem 24-Stunden-Heimpflegeagentur Cura Domo beteiligt. Vor zwei Jahren wurde weiters eine Plattform für mentale Gesundheit, Mavie, gekauft. Diese soll sogar zu einer zweiten eigenständige Marke neben UNIQA werden.

“Wir sehen in diesem Bereich der Gesundheit einen riesigen Wachstumsmarkt”, so Brandstetter. Dements prechend will die UNIQA das Geschäft in dem Bereich in den kommenden Jahren weiter ausbauen und auch weitere Agenturen wie Cura Domo zukaufen – begun in Österreich aber auch in den Ländern in Osteuropa, wo die UNIQA bereits tätig ist.

Wie viel in den kommenden Jahren in den Bereich genau investiert werden soll, könne man nicht genau sagen, das vom Markt und von den Zukäufen abhänge. Noch sei der Anteil am Umsatz dieses im Aufbau befindlichen Segments aber eher gering. Bis 2025 soll der Bereich spherical 100 Mio. Euro Umsatz bringen. Heuer werde die UNIQA insgesamt etwa 6,5 ​​Mrd. Euro Umsatz erzielen, so Brandstetter.

Neben Investitionen in Gesundheit und Pflege brauche es aber auch dringend eine gezielte Migrationsstrategie, appelliert Brandstetter an die Politik. Noch immer sei Pflege in Österreich nicht als Mangelberuf gelistet. Das schränke die Suche nach Pflegekräften außerhalb der EU massiv ein. In anderen Ländern – beispielsweise Frankreich – gebe es dagegen bereits Programme, mit denen Menschen in Indien für die Pflege ausgebildet und ins Land eingeladen werden.

bel/itz

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